Über uns
Wir, der Imkerverein Bönen und Umgebung e. V., sind ein eingetragener, ehrenamtlicher Verein. Dem Zusammenschluss um den aktuellen ersten Vorsitzenden Martin Greitzke (seit 2017) gehören aktuell 28 Mitglieder im Alter von 16 bis 92 Jahren mit insgesamt knapp 190 Bienenvölkern an. Dabei betreuen unsere Mitglieder zwischen zwei und zwanzig Völker.
Unser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Imkerinnen und Imkern aus Bönen und Umgebung eine Kommunikationsplattform für das gemeinsame Hobby der Imkerei zu schaffen.
Stammtisch
Dazu treffen wir uns während des Bienenjahres regelmäßig einmal pro Monat – immer am 2. Donnerstag im Monat – zum Stammtisch in unserem Vereinslokal, der Gastwirtschaft Denninghaus (Kampstraße 13 in 59199 Bönen). Auch Interessierte sind dabei jederzeit herzlich willkommen.
Der Stammtisch dient der Pflege imkerlicher Tradition und dem Erfahrungsaustausch. Bei diesen Treffen haben die Vereinsmitglieder die Möglichkeit zum Meinungsaustausch und finden Unterstützung bei Problemen mit den eigenen Völkern. Es findet ein kollegialer Austausch zu den anstehenden Arbeiten an der Biene statt, bei Bedarf die Bereitstellung von Gerätschaften und die Unterstützung beim Finden geeigneter Standplätze. Vereinsmitglieder erhalten zudem einen zusätzlichen Versicherungsschutz für ihre Völker.
Nachwuchsförderung
Eine weitere Aufgabe des Vereins ist die Nachwuchsförderung. So stehen „Altimker“ den „Neu- und Jungimkern“ als Pate zur Seite oder vermitteln denjenigen, die einen Fachkurs besuchen, die praktischen Fähigkeiten an ihren Völkern. Die Jugendförderung erfolgt seit 2019 in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Realschule und der Hellweggrundschule.
Öffentlichkeitsarbeit und Naturschutz
Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt vielfältig, beispielsweise durch die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen wie dem Altenbögger Gartenmarkt. Dort präsentiert sich der Imkerverein nicht nur, sondern erläutert den Besuchern auch die Arbeitsweisen der Imkerei, bietet Honigverkostungen an und bringt Kindern mit Bastelaktionen oder Gewinnspielen die Honigbiene nahe.
Naturschutz stellt einen weiteren Auftrag dar, den der Verein mit seinen fleißigen Arbeiterinnen durch den Erhalt der Artenvielfalt der heimischen Pflanzenwelt erfüllt – und damit auch die Landwirte der Region unterstützt. Darüber hinaus vertreten wir die örtliche Imkerschaft in der Öffentlichkeit und in Gremien.
Geselligkeit
Und nicht zuletzt pflegen wir das gemeinsame gesellige Beisammensein, auch außerhalb der Stammtische bei Sommerfesten oder einem gemeinsamen Abendessen, bei dem wir die Honigernte des auslaufenden Bienenjahres gegenseitig verkosten. Es ist erstaunlich, welche Geschmacksvielfalt die Honige der Imkerinnen und Imker innerhalb der Gemeinde Bönen besitzen.
Der Imkerverein Bönen und Umgebung e. V. ist ein Verein aus Hobbyimkern mit ganz unterschiedlichem Zeitkontingent. Wir haben uns daher zum Motto gemacht: „Lieber 100 Imker, die jeweils fünf Völker betreuen, als fünf Imker, die jeweils 100 Völker betreuen.“
Getreu diesem Motto freuen wir uns über jede und jeden Interessierten, der Lust und Zeit hat, dieses spannende Hobby mit uns zu teilen – bei einem der nächsten Stammtische, bei einem persönlichen Kontakt oder als Gast bei einem unserer Mitglieder. Sprechen Sie uns an.
Der Vorstand
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung gewählt und führt den Verein ehrenamtlich.
- 1. Vorsitzender Martin Greitzke
- 2. Vorsitzender Klaus Rudack
- 1. Kassiererin Heike Beckhaus
- 2. Kassiererin Sybille Imgenberg
- 1. Schriftführer Michael Beckhaus
Chronik
Der Imkerverein Bönen und Umgebung e. V. besteht seit über achtzig Jahren.
- 1934 Erstmalig dokumentiert am 1. Januar 1934: In der Gaststätte Lohmann wird der Verein als Ortsfachgruppe Bönen der Reichsfachgruppe Imker e. V. gegründet, die wiederum dem Reichsverband deutscher Kleintierzüchter e. V. angehört. Die Ortsfachgruppe zählt 29 Mitglieder mit zusammen 118 Völkern. Erster Vorsitzender ist Franz Marciniak, der den Verein dreißig Jahre lang führt. Das Gründungslokal „Dorfschänke“ blieb über Jahrzehnte hinweg Vereinslokal.
- 1946 Aus der Ortsfachgruppe wird der Imkerverein Bönen und Umgebung mit 47 Mitgliedern und 396 Bienenvölkern. Der Verein ist damit ortsübergreifend im Kreisimkerverein Unna-Hamm und im bis heute bestehenden Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker e. V. eingebunden.
- 1950 41 Mitglieder betreuen 414 Völker – die Höchstzahl gleichzeitig betreuter Bienenvölker in der bisherigen Vereinsgeschichte. Ab 1947 geht die Mitgliederzahl allerdings kontinuierlich zurück.
- 1955–1979 Auf Vereinsebene wird eine intensive Königinnenzucht mit Belegstellenbeschickung betrieben.
- 1964 Walter Hahn tritt als erster Vorsitzender die Nachfolge von Franz Marciniak an und steht dem Verein ebenfalls dreißig Jahre vor – bis Ende 1993.
- 1994 Volker Eschrich wird zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt und vertritt dieses Amt über 20 Jahre. Seine Amtszeit zeichnen insbesondere die guten Kontakte zum NABU und zur Kommune aus.
- 2008 Der Verein besteht nur noch aus sechs Mitgliedern mit 47 Völkern.
- 2014 Durch die aktive Öffentlichkeitsarbeit setzt eine erfreuliche Entwicklung ein: Der Verein verzeichnet wieder 11 Mitglieder mit insgesamt 72 Völkern.
- 2015/2016 Der Aufschwung setzt sich unter dem ersten Vorsitzenden Klaus Rudack sen. fort. Zunehmend findet sich eine gemischte Gruppe aus älteren und jüngeren Menschen zusammen, darunter immer mehr Frauen, die Interesse an der Imkerei gewinnen.
- seit 2017 Martin Greitzke führt den Verein als erster Vorsitzender. Heute zählt der Imkerverein 28 Mitglieder mit knapp 190 Völkern.
Stimmen aus dem Verein
„Ich habe sehr viel Spaß daran, zu sehen, wie die Bienen sich jedes Jahr aufs Neue entwickeln, stark werden und mit bis zu 30.000 Bienen in einem Volk leben, um dann im Winter zur kleinen Traube von 500 bis 1.000 Bienen zusammenzuschrumpfen. Seither durfte ich einigen Jungimkern zeigen, worauf es beim Imkern ankommt – ich bin selbst zum Imkervater geworden.“
„Nie gehörte Ausdrücke, nie erlebte Eindrücke – 30.000 Bienen auf einen Blick und mit Geräusch –, Gerüche nach Honig, Wachs und Smokerrauch. Mein Kopf schwirrte, und ich wollte mehr. Die erste Ernte werde ich wohl nie vergessen: Dieser Honig wird gut eingeteilt!“
„Mal eben ein bisschen imkern, so hatte ich mir das gedacht. Ich merkte schnell, dass man sich keinen festen Tag in der Woche aussuchen kann wie beim Fußballtraining – die Völker entwickeln sich unterschiedlich, und das Wetter muss auch mitspielen.“